Mit dem „Preis der Arbeit“ wurden in Berlin die südbadischen Elektrizitätswerke Schönau und das fränkische Familienunternehmen Faber-Castell, ein führender Produzent von Schreib-, Zeichen- und Malgeräten, ausgezeichnet. Unter der Schirmherrschaft von Professor Gesine Schwan, Präsidentin der Universität Frankfurt/Oder, verlieh das „Forum Zukunftsökonomie e.V.“ am Donnerstag, den 30. November 2006, den Preis der Arbeit an die beiden Unternehmen mit der Begründung, dass sie ihrer gesellschaftlichen Verantwortung in herausragender Weise gerecht würden.
Das „Forum Zukunftsökonomie“ ist eine Kooperation von sechs Medien, darunter die Berliner „tageszeitung“ die gewerkschaftliche Mitgliederzeitung „ver.di Publik“ und der sozialdemokratische „vorwärts“. Das „Forum Zukunftsökonomie“ hat sich zum Ziel gesetzt, die öffentliche Debatte über nachhaltiges Wirtschaften, über die soziale und ökologische Verantwortung von Unternehmen zu intensivieren. „Unternehmen und Betriebe stehen nicht neben, erst recht nicht über der Gesellschaft. Sie tragen Verantwortung für die Folgen ihres Handelns in einem umfassenden, die Menschen und die Natur übergreifenden Sinn. Freiräume für Verantwortungslosigkeit darf es im globalen Dorf nicht mehr geben“, betont das Forum.
Die sechs beteiligten Medien hatten im Frühjahr ihre Leserinnen und Leser eingeladen, preiswürdige Betriebe vorzuschlagen. Unter rund 70 Vorschlägen hatte das Forum gemeinsam mit einer fachkundigen Jury sieben Unternehmen ausgewählt, die im Oktober öffentlich vorgestellt wurden. Aus der Abstimmung, an der sich knapp dreitausend Leserinnen und Leser beteiligten, gingen die Elektrizitätswerke Schönau GmbH (EWS) als Sieger hervor. Seit 1999 bieten die EWS ökologisch erzeugten Strom bundesweit an. Ihre Gesellschafter sind 650 Bürgerinnen und Bürger vor allem aus Schönau. Leserin Anne K. aus Lüdge begründete ihre Wahl so: „Ich stimme für EWS, weil sie zukunftsorientiert arbeiten, hier viele Frauen vertreten sind, Gewinn nicht im Vordergrund steht und Transparenz im Strompreis garantiert ist.“
Den Preis der Fachjury erhielt die Faber-Castell AG. Das Familienunternehmen aus Stein bei Nürnberg beschäftigt weltweit rund 5500 Frauen und Männer, deren Arbeitsbedingungen in einer mit der IG Metall abgestimmten Sozialcharta festgelegt sind. Für die Herstellung von Schreib-, Zeichen- und Malgeräten verarbeitet Faber-Castell Holz überwiegend aus umweltgerechter, sozialverträglicher und wirtschaftlich nachhaltiger Produktion, Wasserlack statt Aceton und PVC-freien Kautschuk. Die Firma unterhält eigene Wälder.
Die am „Forum Zukunftsökonomie“ beteiligten Medien sind: Das BUNDmagazin, die tageszeitung, der gewerkschaftliche info-Service „einblick“, Verbraucher konkret, ver.di PUBLIK und die SPD-Mitgliederzeitung „vorwärts“.
Partner des Forums sind „terre des hommes“, das „Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)“, die Zeitung kritischer Christen „Publik-forum“, die Organisation „Business and Professional Women“ und das Filmprojekt „work in progress“, das der Zukunft der Arbeit gewidmet ist. Mehr Informationen unter www.preis-der-arbeit.de
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